MARION UND BERND WEGENER STIFTUNG, MAINZ

Förderpreis für Selbsthilfegruppen 2014


7.000 Euro für herausragende Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Gesundheit

Auch in diesem Jahr wurde der Förderpreis für Selbsthilfegruppen vergeben. 103 Selbsthilfegruppen aus dem gesamten Bundesgebiet haben sich beworben. Um den Einsatz und die wertvolle Arbeit auch finanziell zu unterstützen, stellte die Marion und Bernd Wegener Stiftung, Mainz, zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), Wiesbaden
, Preisgelder in Höhe von 7.000 Euro zur Verfügung.

Prämiert wurden Selbsthilfegruppen, die sich durch hohes Engagement, außergewöhnliche Aktivitäten und kreative Ideen auf dem Gebiet der Öffentlichkeitsarbeit hervorheben. Berücksichtigt wurden dabei auch die Internet- und Social Media-Aktivitäten.
 

Der Förderpreis wurde in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin und der Landeshauptstadt Wiesbaden an die Selbsthilfegruppen verliehen. Die Schirmherrschaft übernahm der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden, Sven Gerich.
 

Das sind die Sieger, des mit 7.000 Euro dotierten Förderpreises der Marion und Bernd Wegener Stiftung:


1. Preis
SCHAKI - Selbsthilfegruppe für Schlaganfall-Kinder, Bünde
 

Mit 2.500 Euro Preisgeld wurde die hervorragende Arbeit belohnt. Durch Highlights, wie zum Beispiel ein Filmprojekt mit Schlaganfall-Kindern, erreichte die Gruppe ein Höchstmaß an Außenwirkung - und das trotz ihrer geringen Patientenzahl.
 

Bild: SCHAKI Selbsthilfegruppe für Schlaganfall-Kinder, Bünde


 

2. Preis
dsai e. V. - Patientenorganisation für angeborene Immundefekte, Schnaitsee


Diese Patientenorganisation zeigte durch die Entwicklung eines Tests zur Früherkennung von Immundefekten hohe inhaltliche Kompetenz. Die sensible Einbeziehung prominenter Personen führte zu hoher, öffentlichkeitswirksamer Wahrnehmung. Großen Erfolg erzielte die Gruppe durch ihre bundesweite Vernetzung zu wichtigen Politikern.

Bild: dsai e. V., Patientenorganisation für angeborene Immundefekte, Schnaitsee


Der dritte Preis wurde auch in diesem Jahr wieder zweimal vergeben. Die vielen guten Einsendungen machten die Entscheidung sehr schwer. So wurde beschlossen, den dritten Preis in Höhe von je 1.000 Euro gleich an zwei Selbsthilfegruppen zu vergeben.


3. Preis

Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.
Gruppe Wiesbaden-Ost

„Frauenselbsthilfe nach Krebs“ überzeugte durch umfassende Informationsmaterialien für ihre Patientinnen. Durch Gruppenarbeit für junge Frauen, Malkurse und die Strickaktion „Herzkissen“ erzielte sie eine sehr enge Patientenbindung.
 

Bild: Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V., Gruppe Wiesbaden-Ost

 

3. Preis

Elternkreise Berlin-Brandenburg (EKBB) e. V.

Selbsthilfe für Eltern und Angehörige von Suchtgefährdeten und Süchtigen

 

Durch ein engmaschiges Netz von Informationsveranstaltungen und Events konnte ein hohes Maß von vertrauensfördernden Kontakten erreicht werden.

Das sensible Thema „Sucht“ wurde mit viel Feingefühl umgesetzt und eine enge Bindung zu den betroffenen Eltern hergestellt.
 

Bild: Elternkreise Berlin-Brandenburg (EKBB) e. V. Selbsthilfe für Eltern und Angehörige von Suchtgefährdeten und Süchtigen

 


Sonderpreis

Hörnix e.V.

Netzwerk für Schüler/innen mit Hörschädigung

im Rhein-Main-Gebiet

Innerhalb kürzester Zeit erreichte diese Gruppe einen hohen Bekanntheitsgrad bei hörgeschädigten Schülerinnen und Schülern. Die Gruppe zeigte höchste Kreativität bei der Entwicklung neuer Ideen wie zum Beispiel dem Projekt „Klettern im Wald“ mit Funkanlage, Mikrofonen und Lautsprechern.
 

Bild: Hörnix e.V., Netzwerk für Schüler/innen mit Hörschädigung im Rhein-Main-Gebiet

 

Gewürdigt wurden die Preisträger auch von Wiesbadens Gesundheitsdezernenten Axel Imholz, der sich froh darüber zeigte, dass dieser Preis zum vierten Mal in Wiesbaden überreicht werden konnte.

Es ist wichtig, die Öffentlichkeit über die Arbeit und Bedeutung der Selbsthilfegruppen zu informieren, um betroffenen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich untereinander auszutauschen und gegenseitige Hilfestellung anzubieten.
 

Teilnehmen können auch im kommenden Jahr alle Selbsthilfegruppen aus dem Bereich Gesundheit, die sich durch zielorientierte Öffentlichkeitsarbeit auszeichnen. Es kommt nicht unbedingt auf große Events an. Auch kleine Aktivitäten, kreative Ideen oder interessante Materialien werden bewertet.

 

Bild: Preisträger 2014

 

Bild: Jury 2014